Funktionsprinzip der Lasermassenspektrometrie LAMMA

Ein fokussierter Laserstrahl verdampft im Vakuum unter lichtmikroskopischer Beobachtung weniger als ein Pikogramm Material von der Oberfläche. Die dabei gebildeten Ionen werden mit einem Flugzeitmassenspektrometer analysiert.
Die Anregung der Probe erfolgt mit einem gepulsten YAG: Nd-Laser hoher Leistungsdichte, welcher auf einen Brennfleck von 1-5µ fokussiert ist. Dabei werden Krater erzeugt, deren Tiefe je nach Leistungsdichte des Lasers 10 bis 200 Nanometer betragen
Die Probe befindet sich auf einem Präzisionsmanipulator im Vakuum des Massenspektrometers und die zu untersuchende Stelle wird im Lichtmikroskop ausgewählt. Der Probentisch ist heiz- und kühlbar, und die Proben können bei Bedarf gekühlt eingeschleust werden, so daß auch Substanzen mit hohem Dampfdruck untersucht werden können.
Die hohe Laserenergie in Verbindung mit einer kurzen Pulsdauer von einigen Nanosekunden führt zu extrem hohen Heizraten, die bis zu 10e11 K/s betragen können. Dabei wird für organische Substanzen eine intakte Desorption gegenüber einer Zersetzung begünstigt, so daß vorzugsweise thermisch instabile Moleküle unzersetzt verdampft und ionisiert werden können..
Man erhält pro Laserschuß ein vollständiges Spektrum einer Ionenpolarität, in dem Molekülionen, Fragmente und atomare Ionen auftreten, wobei der Fragmentierungsgrad mit steigender Energieübertragung auf die Probe zunimmt.

 
LAMMA-Gerät
 
Multimethodengerät (ESCA-AES-SIMS, SNMS-ISS)
Die Methode ermöglicht zwei Betriebsarten:
  1. Desorptionsmode bei der Schwellenbestrahlungstärke, das ist die minimale Laserenergie,
    bei der noch Ionen nachgewiesen werden können. Es werden vorwiegend Molekülionen und nur
    wenige Fragmente gebildet.
  2. Elementanalysenmode bei hoher Energieeinkopplung, wobei Krater erzeugt werden.
    Es bildet sich ein Mikroplasma aus, in dem überwiegend atomare Ionen entstehen.

Bitte nehmen Sie Kontakt zu uns auf, falls Sie Fragen haben. Wir helfen Ihnen jederzeit gern weiter und informieren Sie genauer über die verschiedenen Verfahrensarten und Vorgehensweisen.

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© Analytik Dr. Heinrich Peters, letzte Änderung: 03. April 2003